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Weinjahre sind Winzerjahre.

Mit Beginn des Jahres 2005 hat Oliver Haag das Weingut übernommen und leitet gemeinsam mit seiner Frau Jessica die Geschicke im Hause Haag. Nach Lehrjahren in verschiedenen renommierten Weingütern wie Helmut Dönnhoff (Nahe) Weingut Karthäuserhof (Ruwer) studierte er an der Fachhochschule Geisenheim mit dem Abschluss als Dipl. Oenologe.

Nach einem Aufenthalt bei Mont du Toit in Südafrika (das Projekt wird von Bernd Philippi und Bernhard Breuer geleitet) trat er in das Familienweingut Wegeler in Oestrich-Winkel ein. Dort führte er fast fünf Jahre das Weingut als Betriebsleiter bevor er 2005 wieder an die Mosel zurückkehrte, um die Nachfolge im traditionsreichen Weingut Fritz Haag zu übernehmen.

Die Philosophie seines Vaters, feinfruchtige, filigrane Moselrieslinge mit unverkennbarem Lagencharakter zu erzeugen, wird Oliver Haag auch weiterhin fortführen. Sein Vater Wilhelm Haag wurde 1937 geboren. 1957 unterbrach er seine Ausbildung im Ausland und kehrte wegen der Krankheit seines Vaters Fritz frühzeitig nach Hause zurück.

Vorgesehen war nur die Zeit für die Ernte. Daraus wurde dann aber ein Winzerleben bis zur Übergabe des Weingutes an die nächste Generation. Mit dem Ehrgeiz und dem Wissen, über ganz große Lagen zu verfügen, wuchs auch die Philosophie: nur Qualität kann zum Ziel führen. Es folgten große Jahrgänge wie 1959, 1964, 1969, 1971, 1976, 1983, 1985, 1990, 1992, 1993 und 1994 um nur einige zu nennen.

Seine Arbeit und sein Erfolg gaben ihm Recht: Wilhelm Haag wurde für seine Leistungen mit der Auszeichnung „Winzer des Jahres 1994“ gewürdigt. Dieser Erfolg stärkte natürlich nochmals das Qualitätsstreben und brachte dem Weingut den hervorragenden, weltweiten Ruf als Riesling-Erzeuger ein.